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Eine Frau hat einen Berg bewandert - sie reflektiert über die eigene psychische Gesundheit

Mentale Gesundheit

Bestandteil der allgemeinen Gesundheit

Bei einer lysosomalen Speicherkrankheit sind die körperliche Gesundheit und deren Symptomatik Themen, mit denen sich Betroffene konstant auseinandersetzen müssen. Die Krankheitslast und Beschwerden dominieren den Alltag und beeinträchtigen die Lebensqualität. Während die körperlichen Symptome ihre Aufmerksamkeit einfordern, werden die psychischen Auswirkungen oft unterschätzt und zu spät erkannt – sowohl von Betroffenen selbst als auch von ihrem Umfeld. Dabei ist die mentale Gesundheit von enormem Wert. Wird ihr empfindliches Gleichgewicht gestört, kann dies weitreichende Folgen haben – für das allgemeine Wohlbefinden, aber auch für den Krankheitszustand und die Psyche.

Mehr als die Abwesenheit von psychischer Krankheit

Mentale Gesundheit umfasst unser kognitives, emotionales und soziales Wohlbefinden und ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und soziale Teilhabe in der Gesellschaft. Mentale Gesundheit ist also mehr als die Abwesenheit psychischer Beeinträchtigungen und gilt als wesentliche Voraussetzung für Zufriedenheit, Leistungsfähigkeit und soziales Zusammenwirken zwischen Mensch und Umwelt. Häufig ist die mentale Gesundheit noch mit einem Stigma behaftet und wird als nicht so wichtig erachtet, aber das ist falsch: Sie ist ein elementarer Bestandteil unseres Wohlbefindens.

Achtsam sein und handlungsfähig bleiben

Grundsätzlich gilt: Niemand ist in seinem Leben gefeit vor Problemen, hohen Stressphasen, wie auch emotionalen Tiefschlägen, Kummer und depressiven Verstimmungen. Das kann für uns, aber auch unsere Angehörigen zu großen Belastungen führen. Und dennoch ist es möglich genau dann, wenn die Stürme um uns herumtoben, mental gesund zu sein. Hier können kleine Dinge hilfreich sein, wie zum Beispiel das bewusste Einplanen von Ruhephasen. Auch können wir Fähigkeiten und Taktiken erlernen, die uns beim Stressabbau helfen und zur Entspannung in stressigen Phasen beitragen können. Finden Sie hier Informationen und Übungen aus dem Themenbereich Entspannung.

Auch kann man in guten Phasen viel zur Prävention beitragen und damit Resilienz schaffen. Die Kunst liegt darin handlungsfähig zu bleiben, indem man:

  1. sich selbst, die eigene Kraft und die Bedürfnisse in diesem aktuellen Zustand achtsam wahrnimmt,
  2. für die eigenen Bedürfnisse einsteht,
  3. proaktiv und in einem guten Austausch mit anderen auf die Situation reagiert
  4. oder auch ganz bewusst entscheidet, eine Handlung zu unterlassen.

Körperliche, psychische und soziale Ebene

Mentale Gesundheit kann auf drei Ebenen aktiviert werden. Alle drei Ebenen spielen eine wesentliche Rolle, um sich in Stress- und körperlichen Krankheitsphasen mental zu stabilisieren.

Die körperliche Ebene: Ernährung und Bewegung in einem ausgewogenen und regelmäßigen Maß stärken nachweislich nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und können Erkrankungen vorbeugen.

Die soziale Ebene: Ein guter Austausch, Bindung und Zugehörigkeit zu mindestens einer nahestehenden Person gilt als wesentlicher Faktor für eine gesunde Widerstandskraft in anspruchsvollen Situationen.

Die psychische Ebene: Ein bewusster Umgang mit den eigenen Kräften, eine gelungene Gedanken- und Emotionsregulation, sowie eine wohlwollende Wahrnehmung der körpereigenen Signale stärkt von innen.

Wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist recht schnell klar, was wir auf körperlicher und sozialer Ebene machen können, damit es uns gut geht. Zum Beispiel regelmäßige Bewegung, frische Luft, ausreichend Wasser, guter Schlaf, der physischen Situation entsprechend ausgewogene Ernährung, ein guter Austausch mit nahestehenden Personen und gegenseitige Unterstützung. Dennoch ist die Umsetzung dieser wichtigen Komponenten in unserem schnellen Alltag oftmals nicht so leicht. Dies gilt übrigens auch für den Arbeitsplatz beziehungsweise unseren Arbeitsalltag.

Um unser Wohlbefinden auf diesen beiden Ebenen und darüber hinaus zu steigern, brauchen wir noch eine dritte Ebene, die psychische Ebene. Hier können wir uns selbst dabei unterstützen lästige Gewohnheiten zu verändern und neue Vorhaben in die Tat umzusetzen. Hier liegt unser Selbstbewusstsein. Hier liegen unsere kraftvollen inneren Ressourcen (Gedanken, Gefühle, Körperwahrnehmungen), welche uns manchmal von innen heraus schwächen oder auch wohltuend stärken können.

Die psychische Ebene steht im direkten Zusammenhang mit den anderen beiden Ebenen und ist elementarer Bestandteil der mentalen Gesundheit.

Das gelungene Zusammenspiel von Bewusstsein und Unterbewusstsein

Die Macht der Gewohnheiten durchbrechen, neue Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen etablieren, Stress regulieren, Selbstheilungskräfte aktivieren und das Selbst-Bewusstsein nachhaltig und gesund steigern.

Kraft des Fokus

Durch eine gezielte und bewusste Steuerung des eigenen Fokus können wir es schaffen unsere Motivation zu steigern, Ziele leichter zu erreichen und mit Kraft und Lebensfreude den (auch mal stressigen) Alltag zu erleben.

Innere Ressourcen

Einen guten Zugang zu den eigenen Gedanken, zu unseren Gefühlen, Bedürfnissen und den damit einhergehenden Körperwahrnehmungen ist einer der wesentlichen Bausteine, um Stress zu reduzieren, die eigene Resilienz zu steigern und ein gesundes und kraftvolles Selbstbewusstsein zu erhalten. Um zu Ihren inneren Ressourcen zu gelangen, helfen Entspannungsübungen.

  • Selbstkompetenz und Wissen um die eigene Erkrankung können Patient*innen dabei unterstützen, mit ihrer Krankheitssituation umzugehen. 

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  • Eine chronische Erkrankung nimmt einen großen Teil des Alltags ein. Durch eine aktive Rolle bei der Krankheitsbewältigung können Patient*innen ihre Lebensqualität verbessern.

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