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Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I)

Eine 34-jährige Patientin mit MPS I-Scheie
Eine 34-jährige Patientin mit MPS I-Scheie (Bildquelle: Genzyme Corporate)
Eine junge Patientin mit MPS I-Hurler
Eine junge Patientin mit MPS I-Hurler (Bildquelle: Genzyme Corporate)

Bei der Mukopolysaccharidose Typ 1 (MPS-I) handelt es sich um eine sehr seltene, schwerwiegende, angeborene lysosomale Speicherkrankheit. Sie beruht auf einem ge­ne­tischen Defekt, der zu einem Mangel eines bestimmten Eiweißes, einem sogenannten Enzym (Fachname: α-L-Iduronidase) in bestimmten Bereichen der Zelle, die man Lysosomen nennt, führt. Durch diesen Enzym­mangel können bestimmte Stoffwechselprodukte nicht mehr in den Lysosomen abgebaut werden, sodass sie sich dort anreichern (daher lysosomale Speicherkrankheit) und die Zellfunktion stören.

Bei den gespeicherten Stoffwechselprodukten handelt es sich um bestimmte, sogenannte Glykosaminoglykane (oft als GAG abgekürzt). Diese sind aus veränderten Zucker­molekülen aufgebaut und wurden früher auch als Mukopolysacccharide bezeichnet (wovon sich auch der Erkrankungsname Mukopolysaccharidose ableitet). Glykosaminoglykane sind im ganzen Körper am Aufbau von Stütz- und Bindegewebe (z.B. Knorpel, Knochen, Gefäßwände, Atemwege, Hornhaut, Haut oder Gelenk­flüssigkeit) beteiligt. Auf der Zell-, Gewebe- und Organebene führt dies schließlich zu Fehlfunktionen und Schädigung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die bei MPS I auftretende Speicherung von Glykosaminoglykanen in nahezu allen Organen und Geweben zu Krank­heits­zeichen (Fachbegriff: Symptome) führen kann. Deshalb spricht man im Zusammenhang von MPS-I oft von einer Multisystemerkrankung. Die Erkrankung MPS I schreitet kontinuierlich fort und kann dann zu unterschiedlich starken Beeinträchtigungen führen.

Wie man heute weiß, haben alle Patienten mit MPS I einen Mangel desselben Enzyms, der α-L-Iduronidase. Dennoch sind die Verläufe unterschiedlich. Diese Verlaufsformen werden historisch bedingt verschieden bezeichnet: Mit Morbus Hurler (bisweilen auch Morbus Pfaundler-Hurler oder Morbus Hurler-Pfaundler) bezeichnet man die schwerste Verlaufsform der Muko­poly­saccharidose Typ I. Sie ist benannt nach der deutschen Kinderärztin Gertrud Hurler, die die Erkrankung 1919 erstmals beschrieb.

Eine im Vergleich mildere Verlaufsform ist der sogenannte Morbus Scheie, benannt nach seinem Erstbeschreiber, dem US-Augenarzt Harold Scheie (ausgesprochen „Sch-ä-i“). Daneben wird oft noch eine Verlaufsform abgegrenzt, deren Schweregrad zwischen der des Morbus Hurler und des Morbus Scheie liegt. Sie wird folgerichtig als Morbus Hurler-Scheie bezeichnet. Heutzutage wird zunehmend die Klassifikation in Mukopolysaccharidose Typ I mit und ohne Beteiligung des zentralen Nervensystems (Fachbegriff: neuronopathische bzw. nicht-neuronopathische Verlaufs­form) verwendet.

Wie sehen häufige Symptome bei Mukopolysaccharidose Typ I aus?

  • Änderungen des äußeren Erscheinungsbildes und Gesichtsveränderungen
  • Geistige Beeinträchtigungen, wenn das Nervensystem beteiligt ist
  • Wachstumsstörungen; Stillstand des Wachstums
  • Einschränkungen der Bewegung durch Veränderungen der Knochen  und Gelenkstrukturen
  • Oft schon in der Kindheit/Jugend Druckschädigung des Medianusnervs am Übergang zur Hand mit Gefühlsstörungen und ggf. Lähmungserscheinungen (Fachbegriff: Karpaltunnelsyndrom)
  • Gelenksteifigkeit (Fachbegriff: Kontrakturen)
  • Nabelbrüche und Leistenbrüche (Fachbegriff: Hernien)
  • Vergrößerungen der Leber und der Milz
  • Mögliche Taubheit als Folge häufiger Infektionen der Gehörgänge und Knochenveränderungen im Mittelohr
  • Einschränkungen der Funktion der Lunge und der oberen Luftwege sowie Infektionen der Lunge und Atemwege
  • Sehverlust vor allem durch Hornhauttrübungen oder grauen Star
  • Veränderungen am Herzen und an den Herzklappen
  • Veränderungen an den Blutgefäßen
  • Störungen der Atmung während des Schlafes (Folge: Müdigkeit, evtl. Kopfschmerzen)
  • Entstehung eines Wasserkopfes (Fachbegriff: Hydrozephalus) durch die Ansammlung von Nervenwasser (Fachbegriff: Liquor) im Gehirn
  • Probleme bei der Verdauung

Wie wird die Diagnose Mukopolysaccharidose Typ I gestellt?

Bei entsprechendem Verdacht kann der Arzt mittels eines einfachen, unkomplizierten Tests mit wenigen Tropfen Blut den Enzymmangel nachweisen und so die Diagnose sichern oder ausschließen.

Link zur Patientenorganisation: MPS e.V.

Diagnostik-Initiative für lysosomale Speicherkrankheiten – Ihr Arzt weiß mehr!

Ab sofort bietet die Diagnostik-Initiative von Archimed Life Science GmbH Ärzten bei Verdacht auf eine der seltenen Erkrankungen wie Morbus Gaucher, Morbus Fabry, Morbus Pompe oder auf MPS I die Aktivitätsmessung des jeweils betroffenen Enzyms per Trockenblut-Testung in einem anerkannten Speziallabor an. Die Genzyme GmbH, Deutschland, Teil der Sanofi-Gruppe, unterstützt diese Diagnostik-Initiative, daher kann Archimed Ärzten die Trockenblut-Testung kostenfrei anbieten.

Lysosomale Speicherkrankheiten sind sehr selten, sie zählen zu den Orphan Diseases (seltene Krankheiten) und zeigen in ihrem Verlauf meist eine Vielzahl von verschiedenen Symptomen. Das macht die Diagnose sehr schwierig. Aus diesem Grund werden die Krankheiten bei vielen Patienten oft erst sehr spät erkannt. Schwere Organschäden können dann meist nicht mehr rückgängig gemacht werden. Eine frühzeitige Diagnose ist daher wichtig.

Wie wird Mukopolysaccharidose Typ I (MPS-I) therapiert?

MPS-I ist eine angeborene Erkrankung, die auf einem Gendefekt beruht. Sie ist bis heute nicht heilbar, jedoch steht für alle Patienten seit dem Sommer des Jahres 2003 eine medikamentöse Therapie zur Verfügung. Diese Therapie bekämpft die Ursache der Krankheitssymptome durch Zufuhr des fehlenden Enzyms. Der Krankheitsverlauf kann bei frühzeitigem Beginn mit der medikamentösen Therapie deutlich positiv beeinflusst werden. Bei einer frühen Diagnose von schwer betroffenen Patienten (in der Regel Kinder unter 3 Jahren) sollte zudem eine Knochenmarks- bzw. Stammzelltransplantation durchgeführt oder zumindest in Erwägung gezogen werden, da diese auf die Schädigung des Nervensystems bei dieser Verlaufsform positiven Einfluss haben kann.

Die Therapie und Betreuung von Patienten mit MPS-I erfordert viel Erfahrung und sollte daher unbedingt in einem Zentrum mit entsprechender Erfahrung durchgeführt werden.

Die Enzymersatztherapie (EET) bei Mukopolysaccharidose Typ I

Seit wenigen Jahren existiert eine medikamentöse The­ra­pie­­möglichkeit für MPS I-Patienten. Dabei handelt es sich um ein biotechnologisch hergestelltes Enzympräparat, welches durch wöchentliche Infusion in die Blutbahn das bei MPS-I Patienten fehlende Enzym ersetzt.

Die Wirkung dieses Enzympräparates wurde dabei im Rahmen von zwei verschiedenen klinischen Studien un­ter­sucht. Die Ergebnisse der Studien lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Bei der Mehrheit der Patienten nahm die Größe von Leber und Milz bereits nach kurzer Zeit deutlich ab. Die für MPS-I-Patienten typische erhöhte Ausscheidung be­stimm­ter Glyko­sa­mi­noglykane (Heparansulfat und Dermatansulfat) im Urin nahm ab. Die Lungenfunktion, die körperliche Belast­barkeit sowie die Gelenkbeweglichkeit verbesserten sich bei vielen Patienten. Ebenso konnte im Verlauf eine Abnahme der Häufigkeit von Atempausen im Schlaf mittels regelmäßiger Schlaflabor-Untersuchungen beobachtet werden.

Die neurologischen Symptome der MPS I Patienten können jedoch durch eine Ersatztherapie nicht beeinflusst werden. Es liegt daran, dass das Medikament die sogenannte Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann, wenn es über Infusionen in die Blutbahn eingebracht wird. Es gelangt somit leider nicht in das Gehirn. Bei Patienten mit neurologischer Beteiligung sollte deshalb zusammen mit den behandelnden Ärzten sorgfältig überdacht werden, ob und welchen Nutzen der Patient von dieser Therapieform haben könnte. Bei frühzeitiger Diagnosestellung und Therapiebeginn kann die neurologische Symptomatik bei Patienten mit Hurler-Verlaufsform ggf. durch eine Stammzelltransplantation günstig beeinflusst werden.

Wo erhalte ich Hilfe?

Patienten mit Mukopolysaccharidose I
Patient mit Mukopolysaccharidose I (Bildquelle: Genzyme Corporate)

Die Therapie und Betreuung von Patienten mit MPS-I erfordert viel Erfahrung und sollte daher unbedingt in einem Zentrum mit entsprechender Erfahrung durchgeführt werden.

Hier in Deutschland können sich Betroffene der Mukopolysaccharidose Typ I in einer bereits bestehenden Selbsthilfegruppe organisieren. Dort finden sie Hilfe und Informationen für Angehörige und Erkrankte gleichermaßen. Mehr Informationen unter: www.mps-ev.de

Vor allem bei Kindern mit Mukopolysaccharidose erfordert die Pflege viel Energie und Kraft. Die Eltern eines MPS I-Kindes sind mit der Aufsicht ihres Schützlings oft pausenlos beschäftigt. Dies führt häufig dazu, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse und Hobbys nicht mehr pflegen können. Häufig vergessen sie, dass es wichtig ist, sich auch einmal Zeit für sich selbst nehmen. Manche Eltern stellt das Zusammenleben in der Familie mit betroffenen Kindern vor allem dann vor Probleme, wenn es um die Rolle von Geschwisterkindern geht. Immer wieder schildern betroffene Eltern die Sorge, dass gesunde Geschwister durch eine zeitaufwendige Betreuung des erkrankten Kindes vernachlässigt werden. Tatsächlich geraten manche Bedürfnisse der gesunden Kinder in den Hintergrund, ohne dass es von den Eltern beabsichtigt ist. Die Erfahrung hat zeigt, dass die Geschwister der Kinder großes Verständnis dafür aufbringen, dass viel Aufmerksamkeit vom kranken Kind in Anspruch genommen wird. Es ist hilfreich, dennoch immer wieder Zeit mit den gesunden Geschwistern alleine zu verbringen. Dies kann z. B. in Form eines Kinobesuchs oder eines kleinen Ausflugs geschehen. Es kann Eltern auch überfordern, täglich ihr krankes Kind selbst zu pflegen: Es ist wichtig, dass Sie sich selbst klar machen, wie weit man die ganze Familie und sich selbst belasten kann. In speziellen Internaten oder in ortsnahen Pflegeheimen findet man Hilfe für einige Zeit – oder auch dauerhaft.

Für eine begrenzte Zeit übernimmt eventuell auch ein Krankenhaus die Pflege eines Kindes, damit eine Familie mit einem MPS-Kind mal wieder Zeit für sich hat. Es besteht auch die Möglichkeit, alle zusammen in Urlaub zu fahren. Wenn die Eltern einmal Erholung brauchen, macht ein Kinderhospiz es sich zur Aufgabe, ein zeitweiliges Heim für pflegebedürftige Kinder zu bieten. Die Eltern können auch mit in dem Hospiz bleiben und die Zeit mit ihrem Kind genießen. Die Pflege übernehmen in dieser Zeit die Hospizmitarbeiter. Auch verschiedene Reha-Kliniken haben gute Erfahrungen mit Mukopolysaccharidose-Kindern. Eine entspannende Zeit außerhalb des Alltags ermöglicht eine Kur der ganzen Familie in schönster Umgebung und zusammen mit dem betroffenen Kind. Auch aus dem Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Eltern kann man neue Kraft schöpfen: Bei den Treffen mit Eltern von anderen MPS-Kindern finden viele Eltern Hilfe und Verständnis. Die MPS Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, betroffene Patienten und Familien von Beginn an zu unterstützen und sie aufzufangen. Spezielle Regionalbeauftragte stehen auch Ihnen bei allen Fragen hilfreich zur Seite.

Große Bandbreite des Krankheitsverlaufs einer Mukopolysaccharidose Typ I

Obwohl bei allen betroffenen Patienten das gleiche Enzym defekt ist, gibt es bei dieser Erkrankung große Unterschiede im Zeitpunkt des Auftretens und in der Ausprägung der Erkrankung. Erste Krankheitszeichen können – je nach Krankheitsverlauf – im Säuglingsalter, in der Kindheit oder bei jungen Erwachsenen auftreten. Der Krankheitsverlauf lässt sich aus Laboruntersuchungen allein derzeit nicht sicher vorhersagen.

Bei der MPS I (Fachbegriff: Mukopolysaccharidose Typ I) handelt es sich um eine Erkrankung, die den ganzen Organismus betrifft. Die Mukopolysaccharid-Ablagerungen und die daraus folgenden Krankheitszeichen (Fachbegriff: Symptome) nehmen im ganzen Körper kontinuierlich zu. Wird MPS I nicht behandelt, können sich die Symptome kontinuierlich (Fach­begriff: progredient oder progressiv) verschlimmern, die eingetretenen Organschäden sind dabei teilweise auch nicht mehr umkehrbar.

Als MPS I-Hurler wird die schwerste Verlaufsform dieser Speichererkrankung bezeichnet. Dies tritt bereits in frühester Kindheit auf. Ein Kind mit einer Muko­poly­saccharidose vom Typ-Hurler weist die klassischen Symptome auf (z.B. typische Veränderungen des Schädels sowie der Knochen und Gelenke, Kleinwuchs, Störung des Hör- und Sehvermögens, Leber- und Milzvergrößerung, Behinderung der Atmung, Störung der Herz-­Kreis­lauf­funk­tionen). Hinzu kommt eine schwerwiegende geistige Behinderung. Leider versterben die meisten dieser kleinen Patienten zwischen dem achten und zehnten Lebensjahr, häufig an Herzversagen oder Lungenentzündung.

Als die „verzögerte” Verlaufsform gilt die sog. MPS I vom Typ Scheie. Sie stellt das andere Ende des Ver­laufs­spektrums dar. Bei diesen Patienten sind vor allem die Augen, das Herz und das Skelettsystem betroffen. Da die Patienten meist eine fast normale Körpergröße zeigen, werden sie oft erst im 2. Lebensjahrzehnt durch Hornhauttrübung und Gelenkversteifungen beim Arzt auffällig. Die Scheie-Patienten können ein normales Lebensalter erreichen und sind auch in ihrer geistigen Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.

Als intermediäre Verlaufsform der Mukopolysaccharidose Typ I (Fachbegriff: MPS I-Hurler/Scheie) werden die Formen bezeichnet, die zwischen den beiden Extremen des klinischen Spektrums der MPS I-Formen Morbus Hurler und Morbus Scheie liegen. Dazwischen gibt es alle möglichen Ausprägungen.

MPS I Kompetenzzentren

Spezialisierte Kliniken und Zentren, die sich mit den Erkrankungen M. Gaucher / M. Fabry / M. Pompe und MPS I beschäftigen, sind hier aufgelistet.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Patient – vom ersten Verdacht auf eine lysosomale Speicherkrankheit bis zur Therapie – oft eine Odyssee bei unterschiedlichen Fachärzten durchläuft.

Spezialisierte Kliniken und Zentren verfügen über langjährige Erfahrung in der Betreuung von Patienten mit lysosomalen Speicherkrankheiten. Dieses Wissen möchten sie Ärzten und Patienten gerne zur Verfügung stellen und haben deswegen ihre Kontaktdaten angegeben.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die entsprechenden Kliniken und Zentren.

Hinweis:
Die auf dieser Website befindliche Liste von spezialisierten Kliniken bzw. Zentren ist nicht abschließend. Bislang nicht aufgeführte Zentren können jederzeit ergänzt werden.

MPS I Zentren

Reihenfolge nach Postleitzahl

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Stoffwechselzentrum Thüringen

Kochstraße 2
07745 Jena
Ansprechpartner: Dr. med. Ralf Husain
Telefon: (03641) 938427/-938211, Fax: (03641) 938205
E-Mail: ralf.husain@remove-this.med.uni-jena.de

Charité, Campus Virchow-Klinikum
Otto Heubner – Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Pädiatrische Stoffwechselambulanz

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Telefon: (030) 450566585

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Stoffwechselarbeitsgruppe

Martinistraße 52
20246 Hamburg
Ansprechpartner:Prof. Dr. med. Kurt Ullrich/
Prof. Dr. med. René Santer/
Dr. med. Nicole Muschol
Telefon: (040) 7410-53710, Fax: (040) 7410-56527
E-Mail: ullrich@remove-this.uke.de
E-Mail: muschol@remove-this.uke.de
E-Mail: santer@remove-this.uke.de

Medizinische Hochschule Hannover

  • Abteilung für Pädiatrische Nephrologie und Stoffwechsel-Erkrankungen
    Carl-Neuberg-Straße 1
    30625 Hannover
    Ansprechpartner: PD Dr. med. Anibh Das
    Telefon: (0511) 5323221
  • Kinderklinik, Päd. Hämatologie und Onkologie
    Carl-Neuberg-Straße 1
    30625 Hannover
    Ansprechpartner:PD Dr.med. Lorenz Grigull/
    Prof. Dr.med. Karl-Walter Sykora
    Telefon: (0511) 5323221

Universitätsklinikum Gießen
Neuropädiatrie u. Sozialpädiatrie

Feulgenstr. 12
35392 Gießen
Ansprechpartner: PD Dr. med. Andreas Hahn
Telefon: (0614) 9943481

Universitätsklinikum Göttingen
Zentrum für Kinderheilkunde

Robert-Koch-Straße 40
37075 Göttingen
Ansprechpartner: Dr. med. Lars Schlotawa / Prof. Dr. med. Robert Steinfeld
Telefon: (0551) 396210

Centrum für Seltene Erkrankungen (CeSER)
Universitäts-Kinderklinik
Frau Dr. Nesrin Karabul
Alexandrinenstr. 5
44791 Bochum
Telefon: 0234-5092610
Fax: 0234-5092612
E-Mail: n.karabul@remove-this.klinikum-bochum.de

Universitätsklinikum Münster
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A/B
48149 Münster
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Thorsten Marquardt
Telefon: (0251) 8356494
Fax: (0251) 8347735
E-Mail: marquardt@uni-muenster.de

Universitätsklinikum Mainz
Kinderklinik
Villa Metabolica

Langenbeckstraße 2
55131 Mainz
Ansprechpartner: Dr. med. Eugen Mengel
Telefon: (06131) 175754, Fax: (06131) 175672
E-Mail: mengel@remove-this.kinder.klinik.uni-mainz.de

HSK - Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH
Zentrum für seltene Erkrankungen (ZSE)
Ludwig-Erhard-Strasse 100
65199 Wiesbaden
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Maurizio Scarpa
Dr. med. Christina Lampe
Telefon: (0611) 43 2326
E-Mail: Christina.Lampe@remove-this.hsk-wiesbaden.de

Dr. von Haunersches Kinderspital
Lindwurmstraße 4
80337 München
Ansprechpartner: Prof. Dr. med Berthold Koletzko
Telefon: (089) 51603967

Die Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I; ICD-10: E76.0) ist eine autosomal rezessiv vererbte lysosomale Spei­cherkrankheit. Sie ist auf einen Mangel des lysosomalen Enzyms α-L-Iduronidase (IDUA [EC 3.2.1.76]; Uniprot-ID: P35475; OMIM-ID: 252800) zurückzuführen und zählt zu den sehr seltenen Stoffwechselerkrankungen. Alle Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I)-Patienten weisen den gleichen Enzymdefekt auf. Trotzdem gibt es große Unterschiede hinsichtlich der Ausprägung der Erkrankung und des ersten Auftretens klinischer Symptome. Das klinische Erscheinungsbild der schwersten Verlaufsform wurde 1919 erstmals von der deutschen Kinderärztin Gertrud Hurler [1] beschrieben, weshalb diese Verlaufsform auch als M. Hurler (MPS-I-H; OMIM-ID: 607014) oder auch als Hurler-Pfaundler-Krankheit bekannt ist (Prof. M. von Pfaundler war der damalige Leiter des Haunerschen Kinderspital in München, an dem G. Hurler tätig war). 1962 beschrieben der bekannte amerikanische Augenarzt Harold G. Scheie (gesprochen Schäi) und Mitarbeiter einen Patienten mit Hornhauttrübungen und Gelenk­ver­än­derungen [2]. Obwohl Scheie die Parallelen zu der von Hurler beschriebenen Erkrankung erkannte („A newly recognized forme fruste of Hurler's disease“), wurde der Symptomkomplex zunächst als MPS-V bezeichnet. Erst einige Jahre später, nachdem sich herausgestellt hatte, dass es sich beim Morbus Scheie bzw. Scheie-Syndrom (MPS-I-S; OMIM-ID: 607016) lediglich um eine verzögerte Verlaufsform der MPS-I mit gleichem Enzymdefekt handelt, wurde diese Bezeichnung wieder fallen gelassen. Häufig wird ein Verlauf, dessen Schweregrad zwischen den von Hurler und Scheie beschriebenen eingestuft wird, abgegrenzt und als Morbus Hurler-Scheie (MPS-I-H/S; OMIM-ID: 607015) bezeichnet. Diese historische Einteilung in Morbus Hurler, M. Hurler-Scheie und M. Scheie ist immer noch weit verbreitet, gilt aber als nicht mehr zeitgemäß. Heutzutage wird zunehmend die Klassifikation in nicht-neuronopathische und neuronopathische Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I) verwendet, da die historische Einteilung die große Variationsbreite der Symptomatik der MPS I nicht ausreichend berücksichtigt. Die Verdachtsdiagnose kann durch eine enzymatische Testung gesichert werden.

[1] Hurler, G.; Über einen Typ multipler Abartungen, vorwiegend am Skelettsystem ; Z Kinderheilk (Berlin) (1920) 24: 220-234.
[2] Scheie, HG et al.; A newly recognized forme fruste of Hurler's disease (gargoylism); Am J Ophthalmol (1962) 53: 753-769.

Pathogenese, Klinik und Klassifikation der Mukopolysaccharidose Typ I

Alpha-L-Iduronidase ist eine Exoglykosidase. Sie wird für den schrittweisen enzymatischen Abbau bestimmter Glykosaminoglykane (kurz: GAG), insbesondere von Dermatan- und Heparansulfat, benötigt. Glyko­sa­mi­no­glykane – früher auch als Mukopolysaccharide bezeichnet – sind Teil der extrazellulären Matrix und vor allem am Aufbau von Binde- und Stützgewebe beteiligt. GAG sind lange kettenförmige Moleküle, die in der Regel von zwei im Wechsel eingebauten, modifizierten Zuckerbausteinen gebildet werden.

Der Mangel alpha-L–Iduronidase führt zur Behinderung des stufenweisen Katabolismus insbesondere der Glyko­sa­mi­no­glykane Dermatansufat und Heparansulfat, die sich in der Folge in den Lysosomen als Speichersubstanz anreichern.

Direkt und indirekt kommt es in der Folge zu progredienten Fehlfunktionen auf Zell-, Gewebe- und Organebene [1]. Durch das ubiquitäre Vorkommen von GAGs in der extrazellulären Matrix des Körpers sind nahezu alle Organsysteme – in Abhängigkeit der lokalen Bedeutung und Vorkommen von Dermatan- und Heparansulfat – in mehr oder minder großem Umfange beteiligt. Klinisch manifestiert sich dies insbesondere in Veränderungen des Hör- und Sehvermögens, des Skelett- und Stützapparates, Vergrößerungen der Organe (vor allem von Leber und Milz), Veränderungen der Atemwege und Lunge, der Herz-Kreislauffunktionen sowie bei schweren Verlaufs­formen in einer Beteiligung des ZNS. Die Folge sind häufig frühe Behinderungen bis hin zum Tod der Patienten.

[1] Clarke, LA, Pathogenesis of skeletal and connective tissue involvement in the mucopolysaccharidoses: glycosaminoglycan storage is merely the instigator, Rheumatology (2011) 50: Supplement 5 v13-v18

Wie sieht die Symptomatik der Mukopolysaccharidose Typ I aus?

MPS I Hurler
MPS I Hurler
MPS I Hurler
MPS I Hurler
Mukopolysaccharidose Typ I (M. Hurler): Patient im Verlauf der ersten 4 Lebensjahre (Bildquelle: Genzyme Corporate)

Die Mukopolysaccharidose Typ I verläuft chronisch-progredient und weist eine große Bandbreite in der Schwere der Erkrankung und den Symptomen auf. Der Mangel an Alpha-L-Iduronidase hat bei den Patienten mit MPS I zahlreiche pathologische Auswirkungen vor allem auf deren extrazelluläre Matrix. Die vielfältigen Ausprägungen sind vor allem bedingt durch Veränderungen im Binde- und Stützapparat sowie im gesamten Skelettsystem: Dysostosis multiplex, Gesichts­dys­mor­phien, Hornhauttrübung, Arthropathien und Kontrakturen, rezidivierende Hernienbildung im Kindesalter, Herz-­Kreislaufstörungen vor allem durch Herzklappen- und Gefäßwandtexturstörungen, Wachstumsstörungen, Verän­de­rungen des Gehör- und Geruchsinns, gehäufte Infektionen des Respirationstraktes und des Mittelohrs, Lungengewebsveränderungen, Hepatosplenomegalie und nicht selten schon im Kindes- oder Jugendalter ein Karpaltunnelsyndrom.

Kinder mit der schweren und frühen Verlaufsform sind zumeist geistig behindert, deutlich wachstumsretardiert sowie durch die typische Gesichtsdysmorphie häufig stigmatisiert und erreichen meist nur ein Alter von 8 bis 10 Jahren. Patienten, die unter einer milderen Verlaufsform leiden, können eine normale Lebenserwartung erreichen. Sie sind trotz einer ausgeprägten klinischen Symptomatik geistig weitgehend oder vollkommen normal und oft auch äußerlich nicht stark verändert.

Während die Kinder mit der schweren Verlaufsform (Morbus Hurler) schon früh auffällig werden, führt der verzögerte Verlauf (Morbus Hurler-Scheie, Morbus Scheie) häufig dazu, dass die sich zumeist schon im Kindesalter entwickelnden, anfangs eher unspezifischen Symptome lange Zeit übersehen oder fehlinterpretiert werden. Besonders problematisch ist hierbei, dass die einzelnen Leitsymptome dieser Multisystemerkrankung in den Aufgabenbereich unterschiedlicher Fachdisziplinen fallen, sodass sie häufig nicht im Gesamtkontext wahrgenommen und daher leicht fehlinterpretiert werden.

Informationen zu der Abbildung

Sie können die Abbildung sehen, wenn Sie sich mit Ihrem DocCheck- oder Service-Login anmelden.

Rheumatologische Aspekte von MPS I

Schlüsselposition für Rheumatologen:

Rheumatologen spielen bei der Entdeckung von Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I), insbesondere Morbus Scheie, eine entscheidende Rolle, da sie eine wichtige Abklärungsstelle für Patienten mit den verschiedensten muskuloskelettalen Symptomen sind. Bei unklaren Gelenkkontrakturen und -versteifungen ohne vorhandene Entzündungszeichen sollte auch das Vorliegen einer seltenen Erkrankung wie der MPS I in Betracht gezogen werden. Denn eine Enzymersatztherapie kann gerade bei attenuiertem MPS I Verlauf, wie M. Scheie, das Fortschreiten der Erkrankung verzögern und schweren, irreversiblen Schäden vorbeugen. Mittels eines einfachen Trockenbluttest kann die Diagnose gestellt werden.

Bei MPS I handelt es sich um eine seltene lysosomale Speicherkrankheit, bei der ein genetisch bedingter Mangel des Enzyms α-L –Iduronidase zur Anreicherung von Glukosaminoglykanen (GAG), in den Lysosomen der Körperzellen führt. „Hierdurch wird vor allem die Funktion des Bindegewebes und des Bewegungsapparats zunehmend gestört, aber auch Atemwege, Herz, Augen, Leber, Milz und Nervensystem können betroffen sein”. ¹

Grundsätzlich gibt es bei der Mukopolysaccharidose Typ I unterschiedliche Verlaufsformen:Es wird die schwerste Verlaufsform (Morbus Hurler) von den attenuierten Verlaufsformen (Morbus Hurler-Scheie, Morbus Scheie) unterschieden.

Die schwere Verlaufsform - Morbus Hurler:
Der Morbus Hurler beginnt meist im frühen Kindesalter, die Kinder zeigen auffällige vergröberte Gesichtszüge und im Gegensatz zu den attenuierten Formen eine kognitive Beeinträchtigung. Die Multiorganerkrankung schreitet rasch voran und die Patienten erreichen unbehandelt kaum die Pubertät. Die Diagnose wird meist noch im Kleinkindalter gestellt.

Die attenuierten Verlaufsformen - Morbus Scheie & Morbus Hurler-Scheie:
Bei den milderen Verläufen der MPS I treten die charakteristischen Symptome meist deutlich später und zunächst auch nicht in vollem Umfang auf, sodass es hier oft sehr lange bis zur korrekten Diagnose dauert. (Abb. 1).

Abb. 1: MPS I – Gesichter und Symptome einer Erkrankung mit unterschiedlichem Verlauf

Einfacher Trockenbluttest erhärtet Verdacht auf MPS I:
Bei Verdacht auf MPS I kann die Erkrankung durch einen einfachen Trockenbluttest nachgewiesen werden. Eine frühzeitige Enzymersatztherapie (EET) kann eine wirksame Behandlung der Symptome ermöglichen.²
(Bei M. Hurler ist zudem bis zum Alter von etwa 2,5 Jahren eine Stammzelltransplantation in Betracht zu ziehen da derzeit nur diese den für M. Hurler charakteristischen kognitiven Abbau verhindern kann)

Vorgehen bei einem MPS I Verdachtsfall:

  • Einfache Messung der Enzymaktivität der α-L-Iduronidase mittels Trockenblutkarte
  • Genzyme GmbH, Deutschland, Teil von Sanofi, unterstützt die Diagnostik-Initiative für lysosomale Speicherkrankheiten der Archimed Life Science GmbH. Daher kann Archimed Ärzten die Trockenblut-Testung kostenfrei anbieten. Nutzen Sie die kostenfreie Service-Hotline zur Bestellung des Trockenblut-Tests.
  • Bei positivem Befund auf MPS I empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Behandlungszentrum.

Fazit:

  1. Der Rheumatologe nimmt eine Schlüsselrolle bei der frühen Diagnose der MPS I ein.
  2. Bei unklaren Gelenkbeschwerden mit Funktionseinschränkung, Kontrakturen und Versteifungen sollte frühzeitig an die Differentialdiagnose MPS I gedacht werden.
  3. Es steht eine einfache Diagnostik mittels Trockenbluttest zur Verfügung.
  4. Mit der Enzymersatztherapie steht eine wirksame Therapiemöglichkeit zur Verfügung.
  5. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, umso größer ist die Chance, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und spätere Schäden zu vermeiden.2,3

Literatur:
1. Lehmann TJA. et al. Rheumatology 2011;50:v41-v48.
2. Al-Sannaa N. et al.
Orphanet J Rare Dis. 2015;10:131.
3.
Laraway S et al. Pediatr. 2016 Nov;178:219-226.e1
4.
Fachinformation Aldurazyme® 100 E/ml, Stand Dezember 2015.

 

Rheumatologische Aspekte von MPS I

Gelenkkontrakturen unklarer Genese:

Gelenkkontrakturen unklarer Genese ohne Entzündungszeichen könnten auf einen Fall von MPS I hinweisen.

Die Ursachen chronischer muskuloskelettaler Beschwerden können vielfältig sein und stellen Sie als Rheumatologen täglich vor diagnostische Herausforderungen. Sie begeben sich ständig auf Spurensuche und erwägen eine Vielzahl seltener rheumatischer Erkrankungen, begegnen dabei aber auch seltenen Stoffwechselerkrankungen, wie der lysosomalen Speicherkrankheit MPS I.
Gerade bei den attenuierten Verlaufformen der MPS I, wie dem M. Scheie oder dem M. Hurler-Scheie vergehen oft Jahre bis zur Diagnosestellung und viele Patienten werden dabei zur rheumatologischen Abklärung überwiesen. Daher ist es für Sie als Rheumatologen wichtig, die Schlüsselsymptome der MPS I zu erkennen.

Beim Morbus Scheie stehen besonders die muskuloskelettalen Symptome im Vordergrund. Ein Arzt wird meist wegen Einschränkungen im Bewegungsapparat aufgesucht, es treten verminderte Gelenkbeweglichkeit, Gelenksteifigkeit und -kontrakturen auf. Diese Beschwerden lenken den Verdacht zunächst in vielen Fällen auf die Diagnose rheumatoide Arthritis. Im Gegensatz zu rheumatischen Erkrankungen fehlen jedoch lokale und systemische Entzündungszeichen.
Rezidivierende Nabel- und Leistenhernien sowie Karpaltunnelsyndrom, oft beidseits und im Kindesalter auftretend, sind darüber hinaus mögliche Manifestationen und können bei Betroffenen bereits anamnestisch erhoben werden. Mit Fortschreiten der Erkrankung kann es u.a. zur Augenbeteiligung mit Hornhauttrübung, Herzbeteiligung durch Verdickung besonders von Mitral- und Aortenklappe sowie Rückenmarkskompression durch Verdickung der Ligamente und Meningen kommen. (siehe Tabelle)

Muskuloskelettale SymptomeAllgemeine / viszirale SymptomeLaborBildgebung (Bewegungsapparat)
Gelenkkontrakturen,
Karpaltunnelsyndrom,
schnellender Finger,
Dysotosis multiplex,
Hüftdysplasie,
Minderwuchs

Hornhauttrübung,
Klappenvitien,
Hernien,
Hepatosplenomegalie,
pulmonale und otogene Infekte,
Rückenmarkskompression
Keine Entzündungszeichen
Glukosaminoglykane,
im Urin quantitativ und qualitativ↑,
α-Iduronidase in Leukozyten↓
Dysostosis multiplex,
Hüftdysplasie,
Skoliose,
Gibbus

Tabelle modifiziert nach Manger B, Z Rheumatol 2010;69:527-538

Finden Sie hier mehr Informationen in einem PDF-Dokument zum sofortigen Download.

In diesem Highlightsheet „Unauffällig auffällig – Wie Sie seltenen Ursachen von Gelenkkontrakturen auf die Spur kommen“ wartet neben Informationen zur Herausforderung zur frühen Diagnose u.a. eine spannende Kasuistik eines Mädchens auf Sie, das erst eine lange diagnostische Odyssee hinter sich bringen musste, bis es endlich die richtige Diagnose MPS I erhielt. Lernen Sie von den Erfahrungen Ihrer Kollegen.

Sie können den Downloadlink sehen, wenn Sie sich mit Ihrem DocCheck- oder Service-Login anmelden.

Vorgehen bei einem MPS I Verdachtsfall:

  • Einfache Messung der Enzymaktivität der α-L-Iduronidase mittels Trockenblutkarte
  • Genzyme GmbH, Deutschland, Teil von Sanofi, unterstützt die Diagnostik-Initiative für lysosomale Speicherkrankheiten der Archimed Life Science GmbH. Daher kann Archimed Ärzten die Trockenblut-Testung kostenfrei anbieten. Nutzen Sie die kostenfreie Service-Hotline zur Bestellung des Trockenblut-Tests.
  • Bei positivem Befund auf MPS I empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Behandlungszentrum.

Wie wird die Diagnose der Mukopolysaccharidose Typ I gestellt?

Anamnese und Klinik der Mukopolysaccharidose Typ I

Die Anamnese, und hier besonders die Fremdanamnese, der Eltern geben einen ersten Hinweis auf das Vorliegen einer Speichererkrankung. Weiter helfen die klinischen Symptome und auch das äußere Erscheinungsbild der Patienten.

Die Mukopolysaccharidose Typ I als multisystemische Erkrankung erfordert ein interdisziplinäres Zusammenspiel aller beteiligten Fachgruppen.

FachrichtungKlinische Manifestation
HausarztRezidivierende Ohrinfektionen, aufgetriebenes Abdomen, eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, Ganganomalien, Arthritis, Schmerzen in der Hand/Handwurzel, Lichtempfindlichkeit
KinderarztRezidivierende Infekte der oberen Atemwege, rezidivierende Otitis media, Entwicklungsverzögerung, Hepatosplenomegalie, eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, Gibbus, grobe Gesichtszüge
Allgemein-/KinderchirurgAngeborener Nabel- bzw. Leistenbruch mit häufigen Rezidiven, Karpaltunnelsyndrom
Orthopädischer ChirurgGibbus, Genu valgum und varum
HNO-ArztRezidivierende Ohrinfektionen mit der Indikation zum Einlegen von Paukenröhrchen
AugenarztHornhauttrübungen, Netzhautdegenerationen
KardiologeEndokardfibroelastose, Herzklappeninsuffizienz (u. a. Klappenverdickung, Aorten- und Mitralklappenreguritation)
HumangenetikerEntwicklungsverzögerungen, grobe Gesichtszüge, Makrozephalie, Hydrops fetalis
PhysiotherapeutEingeschränkte Gelenkbeweglichkeit
RheumatologeGelenkschmerzen, eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit

Es ist oft eine Herausforderung für den Arzt, die klinischen Hinweise auch in ihrer Variation richtig zu deuten. Das Wiedererkennen oder Erkennen der für die Krankheit typischen Hinweise wie z.B. Gelenksteifigkeit/Gelenkkontrakturen, frühe rezidivierende Hernien, ein frühes Karpaltunnelsyndrom mit u. U. deutlichen Vergrößerungen und Veränderungen der Hände und typischer Gesichtsveränderungen können den Blick für diese Erkrankungen schärfen. Eine Verdachtsdiagnose wird durch den Bluttest auf die bestehende Restaktivität mit geringem Aufwand bestätigt. Ein optimales Ansprechen der verfügbaren spezifischen Therapien ist wesentlich durch den frühzeitigen Beginn einer Behandlung bestimmt.

Laborchemische Untersuchungen bei Mukopolysaccharidose Typ I

Bestimmung im Urin bei Mukopolysaccharidose Typ I:
Der Nachweis einer vermehrten Glyko­­­sa­mino­gly­ka­nen­ausscheidung (Dermatan- und Heparansulfate) im Urin kann beim Krankheitsverdacht auf eine Muko­poly­sac­charidose als Suchtest herangezogen werden. Leider ist dieser Test nicht spezifisch und kann auch falsch negativ ausfallen.

Enzymtestung bei Mukopolysaccharidose Typ I:
Die eindeutige Diagnose einer Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I) erfolgt durch einen Nachweis des Enzymmangels (alpha-L-Iduronidase) im Blut oder in kultivierten Fibroblasten.

Diagnostik bei MPS I (Mukopolysaccharidose Typ I)

Besteht aufgrund von Beschwerden der Verdacht auf MPS I, kann dieser durch Laboruntersuchungen relativ einfach bestätigt oder ausgeschlossen werden. In der Regel reicht ein Bluttest aus, bei dem die Aktivität des Enzyms alpha-L-Iduronidase gemessen wird. Die Blutprobe kann in der Arztpraxis entnommen und zur Analyse in ein spezialisiertes Labor geschickt werden.

Sobald bei Ihnen der Verdacht auf einen MPS I besteht, sollten Sie umgehend mit einem MPS I-Zentrum (siehe Zentren) Kontakt aufnehmen.

Molekulargenetische Diagnostik bei Mukopolysaccharidose Typ I

Der Enzymtest wird zur Sicherung der Diagnose allgemein anerkannt. Bei der Suche nach Trägern der Erbinformation ist die molekulargenetische Bestimmung sinnvoll und erforderlich. Dies gilt auch für die Erlangung zusätzlicher genetischer Erkenntnisse sowie in der Pränataldiagnostik.

Die DNA-Analyse wird jedoch unter anderem durch eine große Heterogenität möglicher Mutationen deutlich erschwert. Oft sind spezifische Mutationen nur durch eine langwierige Suche zu identifizieren oder nur einzelnen Familien zuzuordnen.

Pränataldiagnostik bei Mukopolysaccharidose Typ I

In bereits betroffenen Familien oder bei begründetem Verdacht kann die Bestimmung der Enzyme im Rahmen einer Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese durchgeführt werden.

Wo erhalten Patienten Unterstützung?

In Deutschland gibt es eine aktive, gut vernetzte Selbsthilfeorganisation für Patienten mit Muko­poly­saccharidosen und deren Angehörige.

Link zur Patientenorganisation: MPS e.V.

Wo finde ich Zentren mit Erfahrung in Diagnose und Behandlung von MPS-I?

Eine Liste mit Adressen der Mukopolysaccharidose Typ I Zentren in Deutschland finden Sie hier.

[1] Lehman TJA et al., Diagnosis of the mucopolysaccharidoses, Rheumatology (2011) 50: Suppl 5 v41-v48

Wie sieht die Vererbung der Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I) aus?

MPS I (Mukopolysaccharidose Typ I) wird autosomal rezessiv vererbt. Beide Elternteile sind in der Regel symptomfreie, heterozygote Träger eines mutierten alpha-L-Iduronidase-Gens (IDUA). Es besteht somit bei jeder Schwangerschaft eine 25-prozentige Wahrscheinlichkeit, ein an Mukopolysaccharidose Typ I erkranktes Kind zu gebären.

Auf dem Genlokus 4p16.3 sind bis heute über 100 verschiedene Mutationen identifiziert worden. Die beiden Hauptallele Q70X und W402X stellen den größten Anteil der Mukopolysaccharidose Typ I-Allele in der kau­ka­sischen Bevölkerung dar. Liegen diese in Kombination oder einzeln in der Mutation vor, dann kommt es meist auch zum neuronopathischen Verlauf der Erkrankung. Darüber hinaus sind bisher nur für wenige Mutationen Genotyp-Phänotyp-Korrelation nachgewiesen.

Die geschätzte Inzidenz einer schweren Muko­po­ly­saccharidose Typ I-Verlaufsform liegt bei 1 : 100.000, für eine nicht-neuronopathische langsam progrediente Verlaufsform bei 1 : 500.000 und für die Mischform bei ca. 1 : 280.000.

Es kommt nicht zu einem ethnisch gehäuften Auftreten.

Bei bereits bekannten betroffenen Eltern werden molekulargenetische Untersuchungen pränatal angewandt. Das Gleiche gilt bei der Suche nach Trägern des spezifischen Defektes. Eine solche molekulargenetische Untersuchung ist zur Sicherung der Diagnose jedoch nicht erforderlich. Sie dient nur zur Unterstützung der Diagnose und erlaubt unter Umständen über mögliche Geno-­Phänotyp-Korrelationen eine prognostische Aussage.

Rezessiver Erbgang bei MPS I
Rezessiver Erbgang bei MPS I (Bildquelle: Genzyme GmbH)

[1] Neufeld EF, Muenzer J. The mucopolysaccharidoses. In: Scriver C, Beaudet A, Sly W, et al., eds. The Metabolic and Molecular Bases of Inherited Disease. New York: McGraw Hill; (2001) 3421-3452

Das deutsche Heilmittelwerbegesetz (HWG) schreibt vor, den Zugang zu fachspezifischen Inhalten zu rezeptpflichtigen Medikamenten nur Fachkreisen zu ermöglichen.

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Wie sieht die Therapie der Mukopolysaccharidose Typ MPS I aus?

Die Therapie der MPS-I erfordert viel Erfahrung. Der Patient sollte daher umgehend nach Diagnosestellung bzw. bei dringendem klinischem Verdacht bereits zur Diag­no­se­stellung in ein Zentrum mit entsprechender Erfahrung überwiesen werden.

MPS-I ist eine genetisch bedingte Erkrankung und bis heute nicht heilbar. Eine klinisch nutzbare Gentherapie lysosomaler Speicherkrankheiten ist derzeit leider noch nicht absehbar. Bis vor wenigen Jahren erfolgte die Behandlung von Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I) noch rein symptomatisch. Dies hat sich glücklicherweise geändert:

Für alle Verlaufsformen einer gesicherten Muko­po­ly­saccharidose Typ I ist seit 2003 eine kausale Langzeitbehandlung der Erkrankung verfügbar und zugelassen. Die kausale Therapie ersetzt die fehlende Enzymaktivität im Körper. Dadurch können bereits in den Lysosomen angereicherte Glykosaminoglykane wieder abgebaut und einer weiteren Speicherung entgegengewirkt werden. Aufgrund der Blut-Hirn-Schranke ist jedoch eine Wirksamkeit nur für nicht neurologische Symptome gegeben.[1]

Für die schwerste, neuronopathische Verlaufsform (M. Hurler) steht zusätzlich eine Knochen­mark­s­stamm­zell­trans­planta­tion zur Verfügung. Diese muss jedoch nach übereinstimmender Expertenmeinung deutlich vor dem 3. Geburtstag erfolgen, um die ZNS-Schädigung günstig zu beeinflussen.[2]

Neben der medikamentösen Behandlung mittels Enzymersatztherapie (und ggf. Stammzelltransplantation) ist die physiotherapeutische Betreuung sowie symp­to­ma­tische Begleittherapie jedoch weiterhin erforderlich. Die dauerhafte Anbindung an ein Zentrum mit entsprechender Erfahrung zur regelmäßigen Verlaufskontrolle sollte unbedingt sichergestellt werden.[3]

[1] Clarke LA, Laronidase for the treatment of mucopolysaccharidosis type I, Expert Rev Endocrinol Metab (2011) 6: 755-768
[2] de Ru MH et al., Enzyme replacement therapy and/or hematopoietic stem cell transplantation at diagnosis in patients with mucopolysaccharidosis type I: results of a European consensus procedure, Orphanet J Rare Dis (2011) 6: 55
[3] Valayannopoulos V, Wijburg FA, Therapy for the mucopolysaccharidoses, Rheumatology (2011) 50: Suppl 5 v49-v59

Klassifikation der Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I)

Wie erwähnt werden historisch 3 klinische Formen unterschieden:

  • Morbus Hurler (MPS-I-H; ca. 60% der Patienten), die schwerste Form mit sehr früher Manifestation;
  • Morbus Scheie (MPS-I-S; ca. 20%) mit verzögerter, milderer Ausprägung und 
  • Morbus Hurler-Scheie (MPS-I-H/S; ca. 20%) als intermediäre Verlaufsform

Da diese historische Einteilung der großen Breite an Variationen in der klinischen Symptomatik nicht gerecht wird, wird diese Einteilung heute zunehmend zugunsten einer Klassifikation in nicht-neuronopathische und neuronopathische MPS I verlassen.

Informationen zu der Abbildung

Sie können die Abbildung sehen, wenn Sie sich mit Ihrem DocCheck- oder Service-Login anmelden.

Krankheitsregister für MPS I

Eine wichtige Rolle spielt der Zugang zu Informationen um den MPS I-Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten. Solche Informationen über die Mukopolysaccharidose Typ I sind aber nur begrenzt verfügbar, unter anderem deshalb, weil die Enzymersatztherapie erst seit 2003 eingesetzt wird und diese Erkrankung selten vorkommt.

Das MPS I-Register stellt eine internationale Datenbank zur Verfügung. In dieser Datenbank stehen die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Krankheitsbild und zur Therapie von MPS I zur Verfügung. Diese soll ständig erweitert werden.

Deshalb steht die Teilnahme am MPS I-Register allen Ärzten offen, die auch Patienten mit der gesicherten Diagnose betreuen. Dabei ist nicht ausschlaggebend, ob der Patient zu diesem Zeitpunkt bereits therapiert wird.

Im April 2003 wurde das MPS I-Register weltweit initiiert. 891 Patienten waren im März 2010 eingeschlossen. Diese wurden von Ärzten aus 33 verschiedenen Ländern betreut. [1,2]

Die Ziele des MPS I-Registers sind:

  • Evaluierung der Langzeit-Sicherheit und -Wirksamkeit von Produkten zur ursächlichen MPS I-Therapie
  • Die MPS I-Patientenpopulation in ihrer Gesamtheit zu beschreiben und zu charakterisieren, unter Berücksichtigung der Krankheitsprogression, der Variabilität, und dem natürlichen Verlauf
  • Optimierung der medizinischen Versorgung der Patienten durch die Erstellung von Berichten zum Krankheitsverlauf, die Entwicklung von Empfehlungen zur Verlaufskontrolle und zur Therapie
  • Das MPS I-Register hat nur beobachtenden Charakter. Der behandelnde Arzt legt selbst Intervall und Umfang klinischer Verlaufskontrollen anhand von individuellen Erfordernissen seines Patienten fest. Alle Informationen zu den teilnehmenden Patienten und Ärzten werden anonymisiert. Diese müssen vorab schriftlich einer Teilnahme zustimmen. Der Schutz der per­so­nen­bezogenen Daten und der Privatsphäre steht dabei absolut im Vordergrund.

[1] D'Aco K et al., Diagnosis and treatment trends in mucopolysaccharidosis I: findings from the MPS I Registry; Eur J Pediatr (2012) 171: 911-919
[2] MPS I Registry; Annual Report 2010

Expertenzentren

Spezialisierte Kliniken und Zentren, die sich mit den Erkrankungen M. Gaucher / M. Fabry / M. Pompe und MPS I beschäftigen, sind hier aufgelistet.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Patient – vom ersten Verdacht auf eine lysosomale Speicherkrankheit bis zur Therapie – oft eine Odyssee bei unterschiedlichen Fachärzten durchläuft.

Spezialisierte Kliniken und Zentren verfügen über langjährige Erfahrung in der Betreuung von Patienten mit lysosomalen Speicherkrankheiten. Dieses Wissen möchten sie Ärzten und Patienten gerne zur Verfügung stellen und haben deswegen ihre Kontaktdaten angegeben.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die entsprechenden Kliniken und Zentren.

Hinweis:
Die auf dieser Website befindliche Liste von spezialisierten Kliniken bzw. Zentren ist nicht abschließend. Bislang nicht aufgeführte Zentren können jederzeit ergänzt werden.

MPS I Zentren

Reihenfolge nach Postleitzahl

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Stoffwechselzentrum Thüringen

Kochstraße 2
07745 Jena
Ansprechpartner: Dr. med. Ralf Husain
Telefon: (03641) 938427/-938211, Fax: (03641) 938205
E-Mail: ralf.husain@remove-this.med.uni-jena.de

Charité, Campus Virchow-Klinikum
Otto Heubner – Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Pädiatrische Stoffwechselambulanz

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Telefon: (030) 450566585

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Stoffwechselarbeitsgruppe

Martinistraße 52
20246 Hamburg
Ansprechpartner:Prof. Dr. med. Kurt Ullrich/
Prof. Dr. med. René Santer/
Dr. med. Nicole Muschol
Telefon: (040) 7410-53710, Fax: (040) 7410-56527
E-Mail: ullrich@remove-this.uke.de
E-Mail: muschol@remove-this.uke.de
E-Mail: santer@remove-this.uke.de

Medizinische Hochschule Hannover

  • Abteilung für Pädiatrische Nephrologie und Stoffwechsel-Erkrankungen
    Carl-Neuberg-Straße 1
    30625 Hannover
    Ansprechpartner: PD Dr. med. Anibh Das
    Telefon: (0511) 5323221
  • Kinderklinik, Päd. Hämatologie und Onkologie
    Carl-Neuberg-Straße 1
    30625 Hannover
    Ansprechpartner:PD Dr.med. Lorenz Grigull/
    Prof. Dr.med. Karl-Walter Sykora
    Telefon: (0511) 5323221

Universitätsklinikum Gießen
Neuropädiatrie u. Sozialpädiatrie

Feulgenstr. 12
35392 Gießen
Ansprechpartner: PD Dr. med. Andreas Hahn
Telefon: (0614) 9943481

Universitätsklinikum Göttingen
Zentrum für Kinderheilkunde

Robert-Koch-Straße 40
37075 Göttingen
Ansprechpartner: Dr. med. Lars Schlotawa / Prof. Dr. med. Robert Steinfeld
Telefon: (0551) 396210

Centrum für Seltene Erkrankungen (CeSER)
Universitäts-Kinderklinik
Frau Dr. Nesrin Karabul
Alexandrinenstr. 5
44791 Bochum
Telefon: 0234-5092610
Fax: 0234-5092612
E-Mail: n.karabul@remove-this.klinikum-bochum.de

Universitätsklinikum Münster
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A/B
48149 Münster
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Thorsten Marquardt
Telefon: (0251) 8356494
Fax: (0251) 8347735
E-Mail: marquardt@uni-muenster.de

Universitätsklinikum Mainz
Kinderklinik
Villa Metabolica

Langenbeckstraße 2
55131 Mainz
Ansprechpartner: Dr. med. Eugen Mengel
Telefon: (06131) 175754, Fax: (06131) 175672
E-Mail: mengel@remove-this.kinder.klinik.uni-mainz.de

HSK - Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH
Zentrum für seltene Erkrankungen (ZSE)
Ludwig-Erhard-Strasse 100
65199 Wiesbaden
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Maurizio Scarpa
Dr. med. Christina Lampe
Telefon: (0611) 43 2326
E-Mail: Christina.Lampe@remove-this.hsk-wiesbaden.de

Dr. von Haunersches Kinderspital
Lindwurmstraße 4
80337 München
Ansprechpartner: Prof. Dr. med Berthold Koletzko
Telefon: (089) 51603967