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Telemedizin – von der Raumfahrt zu uns nach Hause

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Unser Kontakt mit Krankenkassen, Apotheken und Ärzt*innen wird immer digitaler:
Termine können online vereinbart werden und über Videotelefonie stattfinden In diesem Zusammenhang taucht häufig der Begriff der Telemedizin auf, so richtig wissen, was das ist, tun aber viele nicht, denn: Das  Thema ist sehr komplex und umfasst viele Bereiche der medizinischen Versorgung.

Ursprung in der Raumfahrt

Was Homeoffice für den Büroalltag ist, ist die Telemedizin für den Gesundheitsbereich. Wussten Sie eigentlich, dass die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA die Telemedizin entscheidend vorangetrieben hat?  Mit dem Start der bemannten Raumfahrt im Jahr 1961 musste die medizinische Betreuung der Astronaut*innen auch über die Entfernung gewährleistet sein. Daten wie Blutdruck, Puls und EKG-Ergebnisse wurden  ständig zu den Ärzt*innen auf der Erde übertragen. Heute kommt das der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS zugute, die in rund 400 Kilometer Höhe um die Erde kreist. Seit 2000 werden die  Astronaut*innen kontinuierlich medizinisch überwacht und bei Bedarf behandelt. So wurde bei einem Mitglied der Besatzung ein Blutgerinnsel in der Halsvene entdeckt. Ein Ärzt*innen-Team therapierte ihn von der Erde aus.

Wie uns Telemedizin auf der Erde nutzt

Auch auf der Erde können wir alle die Telemedizin nutzen. Aber was ist das genau? Definition ist Telemedizin die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen, um eine  äumliche oder zeitliche Distanz zu überbrücken. Das kann den Kontakt von Ärzt*in und Patient*in betreffen sowie den Austausch von Ärzt*innen verschiedener Fachrichtungen untereinander.

Unterstützung bei seltenen Erkrankungen

Gerade bei seltenen Erkrankungen, wo die Wege zu spezialisierten Zentren weit sind, kann sie lange Anfahrten und Wartezeiten auf einen Termin reduzieren. Auch eine Überwachung von Patient*innen zu Hause ist durch Telemedizin möglich. Man kann Werte wie Blutzucker, Blutdruck oder Puls direkt an den Arzt übermitteln, der bei Bedarf eingreift.
Ein wichtiger Einsatzbereich der Telemedizin ist die Vernetzung von Ärzten miteinander. So kann sich beispielsweise die Hausärztin online mit Fachärzten in Verbindung setzen und Untersuchungsergebnisse austauschen. Spezialist*innen können auf diese Weise auch aus der Ferne eine Diagnose stellen. Gerade bei den seltenen Erkrankungen ist ein Austausch über verschiedene Fachrichtungen wichtig, um die optimale Therapie der Patient*innen zugewährleisten. Dazu können medizinische Daten ausgetauscht und der Fall online besprochen werden.

Die Telemedizin hat schon heute ihren festen Platz in unserem Leben. Sie kann Diagnose und Therapie erleichtern und damit auch das Leben von Patient*innen.

Lesen Sie diese und weitere Informationen auch in der Ausgabe 34 des LysoSolutions®-Letters nach.

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