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Ein Viertel-Jahrhundert Einsatz für Menschen mit seltenen und schweren Erkrankungen
Für Menschen mit seltenen Erkrankungen wie lysosomale Speicherkrankheiten ist der 8. Juni 1981 ein ganz besonderes Datum. An diesem Tag wurde Genzyme in Boston/Massachusetts von Sherry Snyder und Professor Henry Blair als eines der ersten großen Biotechnologie-Unternehmen gegründet. Ein Unternehmen, das seitdem das Leben vieler Patienten auf der ganzen Welt positiv verändert hat.
Die ersten 21 Mitarbeiter von Genzyme konzentrierten sich auf die Entwicklung, Produktion und den Verkauf von Diagnostika. Eines der ersten Produkte war ein Test zur Diagnose von Morbus Gaucher.
1983 übernahm Henri Termeer die Geschäftsleitung, der das Unternehmen seit dieser Zeit entscheidend prägt und noch heute leitet.
Erste Schritte auf dem Weg zur ersten Infusionstherapie
1984 beginnt Genzyme in den USA mit klinischen Studien für die erste kausale Therapie für Morbus Gaucher. Gleichzeitig wird schon die nächste Generation dieser Therapie erforscht und entwickelt.
Genau fünf Jahre nach Gründung des Unternehmens geht Genzyme in den USA an die Börse und eröffnet das erste genetische Labor für Tests auf zystische Fibrose und andere Erbkrankheiten. Ein Jahr später wird die erste Niederlassung in Tokio eröffnet. In der Zwischenzeit wurden die Produktionskapazitäten durch Zukauf und Neubau erweitert.
Morbus Fabry im Fokus
1988 beginnt Genzyme in enger Zusammenarbeit mit Professor Dr. Robert Desnick vom Mt. Sinai Hospital in New York mit Forschungsarbeiten für eine Infusionstherapie zur Behandlung einer weiteren lysosomalen Speicherkrankheit: Morbus Fabry.
1990 zieht das Unternehmen nach Cambridge/Massachusetts und schafft durch Fusionen und Zukäufe die Basis für weiteres Wachstum.
Erste Infusionstherapie für Morbus Gaucher
Ein Jahr später wird in den USA die erste Infusionstherapie für Patienten mit Morbus Gaucher zugelassen, 1992 folgt die Einführung in Israel. Bereits Ende des Einführungsjahres 1991 werden allein in den Vereinigten Staaten einige hundert Patienten mit dem Medikament behandelt.
Im niederländischen Naarden wird eine weitere Niederlassung eröffnet, die heutige Europa-Zentrale von Genzyme.
Die zweite Generation der Infusionstherapie für Morbus Gaucher, ein rekombinanter, gentechnisch hergestellter Wirkstoff, wird schon 1994 von der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration = amerikanische Zulassungsbehörde) zugelassen, während die erste Generation im gleichen Jahr in Deutschland, Australien, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien den Patienten zur Verfügung gestellt werden kann.

Erweiterung der Produktpalette
Durch die Übernahme eines anderen Biotechnologie-Unternehmens erweitert Genzyme zwischenzeitlich seine Produktpalette um ein Hauttransplantationspräparat und ein Medikament zur Behandlung von Gelenk-Knorpelschäden, das 1995 zugelassen und eingeführt wird.
Die Mitarbeiterzahl ist nun auf 2.300 an 16 Standorten in 15 Ländern gestiegen.
1996 wird in den USA und in Europa eine Membran eingeführt, die Verwachsungen nach operativen Eingriffen verhindern soll.
Genzyme startet außerdem ein Programm zur Behandlung von Herzerkrankungen mit Hilfe der Gentherapie.
Im folgenden Jahr beginnen erste Aktivitäten in der Krebsforschung und die brasilianische Niederlassung wird eröffnet.
Zwei weitere wichtige Zulassungen
Ein Jahr später, 1998, erhält Genzyme in den USA die Zulassung für zwei weitere wichtige Medikamente: eins zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen und eins für die Nachsorge nach der Schilddrüsenkrebs-Behandlung. Im gleichen Jahr wird mit den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für weitere Medikamente zur Infusionstherapie begonnen: zum einen für die Behandlung des Morbus Pompe und zum anderen für Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I).

Hoffnung für Gaucher-Patienten in Entwicklungsländern: Project Hope
Seit 1999 engagiert sich Genzyme im Rahmen der humanitären Initiative „Project Hope (Health Opportunities for People Everywhere)“ für Gaucher-Patienten in Entwicklungsländern.
Im gleichen Jahr wird auch in Europa die Zulassung für das Medikament zur Nachbehandlung von Schilddrüsenkrebs erteilt. Ein Jahr später bekommt Genzyme in den USA die Zulassung für ein Netz, das nach Operationen im Bauchbereich implantiert wird, um Verwachsungen zu verhindern.
Seit 2000 kann auch das Präparat zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen in Europa verordnet werden.
Kausale Therapie für Morbus Fabry in Europa und den USA
Schlag auf Schlag folgt 2001 die Zulassung der Infusionstherapie für Morbus Fabry in Europa und 2003 für den US-amerikanischen Markt. Gleichzeitig wird in den USA die erste Infusionstherapie für MPS I zugelassen. Mit ersten klinischen Studien für eine spezifische Therapie des Morbus Pompe wird begonnen.
2003 arbeiten weltweit 5.626 Menschen bei Genzyme.
Nach fünf Jahren „Project Hope“ erhalten 2004 bereits über 200 Morbus-Gaucher-Patienten die Infusionstherapie. Das Projekt wird um weitere fünf Jahre verlängert.
Die Infusionstherapie für Morbus Fabry wird jetzt auch in Japan zugelassen.
Durch Zukäufe weiterer Firmen hat Genzyme seine Präparateliste in der Zwischenzeit um ein Medikament zur Behandlung akuter Abstoßungsreaktionen bei nierentransplantierten Patienten und um ein weiteres für die Therapie chronischer Nierenerkrankungen sowie um zwei Produkte, die bei speziellen Formen von Leukämie eingesetzt werden, erweitert.

Erste Produktionsstätte in Europa
2005 wird in Geel in Belgien eine neue Produktionsstätte eingeweiht und Genzyme kauft seine Rechte an einem Medizinprodukt zur Behandlung von Arthrose zurück.
Das Jahr 2006 beginnt mit einem weiteren Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens: die Erteilung der Zulassung für die Infusionstherapie für Patienten mit Morbus Pompe in Europa und in den USA.
Im folgenden Jahr übernimmt Genzyme ein amerikanisches Biotechnologie-Unternehmen. In Folge dieses Zukaufs erhält Genzyme die Zulassung eines neuen Chemotherapeutikums zur Behandlung von Kindern mit akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) in Europa und den USA seit Ende 2007.
Im Februar 2008 bringt Genzyme erneut einen neuen Wirkstoff auf den Markt: Diesmal handelt es sich um einen Cholesterinsenker für bestimmte Patienten mit zu hohen Blutfettwerten, die Statine, die üblicherweise bei dieser Krankheit verordnet werden, nicht vertragen.
Außerdem wird die Darreichung für das Produkt zur Behandlung von Arthrose verbessert: Dieses Medizinprodukt ergänzt und ersetzt die körpereigene Gelenkflüssigkeit. Es wird seit 2008 vom Arzt nur noch ein Mal direkt in das Gelenk injiziert, vorher waren drei Injektionen erforderlich.
Heute, 2009, sind bei Genzyme mehr als 11.000 Mitarbeiter an über 85 Standorten in annäherend 100 Ländern beschäftigt. Für die Patienten bedeutet das: Wo immer sie auf der Welt sind, fast überall finden sie Genzyme!
Und auch heute, mehr als ein Viertel-Jahrhundert nach der Unternehmensgründung, gilt der Leitsatz von Genzyme noch immer:
„Genzyme wurde gegründet aus dem Glauben, seltene schwere Erkrankungen behandeln zu können. Antrieb unseres Erfolges war und ist der leidenschaftliche Einsatz für jeden einzelnen Patienten. Wir wollen diesen Weg in einer wachsenden Organisation konsequent weitergehen...“